Fabian, Kunde:
»Man kann einmal im Jahr alles rauslassen, man knallt den ganzen Abend, meistens sogar bis drei, vier Uhr. Kann man einmal die Sau rauslassen, sage ich mal.«
Markus Schneider, Kunde:
»Gerade hier mit dem Batteriefeuerwerk und Verbundfeuerwerk, da kann man schon was Schönes in den Himmel zaubern halt.«
Es geht wieder los. Kurz vor Silvester öffneten Geschäfte für Feuerwerkskörper ihre Türen. Und damit läuft auch eine altbekannte Debatte wieder: Ist Böllern noch zeitgemäß? Braucht es strengere Regeln? Darf es überhaupt erlaubt sein?
In den Niederlanden soll nach einem Parlamentsbeschluss ab dem Jahreswechsel 26/27 ein generelles Böllerverbot gelten, in Deutschland wird es immer wieder diskutiert.
Ein Kritikpunkt am Böllern: Jedes Jahr kommen in der Silvesternacht Menschen durch Feuerwerkskörper zu Schaden. Beim Jahreswechsel 24/25 starben in Deutschland fünf Personen bei Unfällen mit teils selbst gebauten Böllern, viele weitere wurden verletzt.
Sascha Krumbach, Geschäftsführer Pyroteam:
»Wir sind dafür, dass es Böller-Verbotszonen gibt. Also wenn wir natürlich jetzt in der Düsseldorfer oder Kölner Altstadt sind, wo sehr, sehr viele Leute eng aufeinander sind, dann macht es natürlich Sinn, so ein Böllerverbot halt auszusprechen, weil da ist die Verletzungsgefahr durch Feuerwerk, was ja natürlich auch einen gewissen Sicherheitsradius hat, schon enorm hoch. Aber wenn man natürlich halt auf dem freien Land ist, sollte es glaube ich, kein Böllerverbot geben, weil ich sage mal, da ist genug Platz, da ist die Gefahr halt nicht so hoch. Und deswegen sollte man hier nicht mit einem Verbot um die Ecke kommen.«
Kritikern geht es aber längst nicht nur um die Verletzungsgefahr für Menschen. Durch das Silvester-Feuerwerk entsteht viel Müll, viel Lärm, Tiere werden verängstigt, Menschen mit Kriegserfahrung zusätzlich belastet – und dann noch die Brandgefahr.
Und trotzdem wird auch dieses Jahr wieder fleißig eingekauft, so der Geschäftsführer:
Sascha Krumbach, Geschäftsführer Pyroteam:
»Der Umsatz ist in den letzten Monaten extrem hochgegangen und die Leute bestellen bereits seit August ihr Feuerwerk vor, was sie heute schon bei uns abholen können.«
Und klar, von einem generellen Verbot halten die Kunden hier gar nichts.
Markus Schneider, Kunde:
»Gut, wenn es so wäre, wäre es natürlich schade und man muss auch immer ein bisschen aufpassen. Ich finde, man sollte leben und leben lassen halt.«
Die Debatte wird weitergehen – und mit den ersten Meldungen von Verletzten oder gar Toten wird sie wieder neu entflammen.